Bei einer Rekordzahl von antretenden Gruppierungen zur Stadtratswahl hat es sich die CSU zur Aufgabe gesetzt, Stabilitätsanker und Impulsgeber zugleich zu sein. Daher startete die Reichenhaller CSU zwei Monate vor der Wahl als erste Gruppierung und präsentierte bei ihrem Wahlauftakt im Magazin 3 ihre Kandidaten und ihre Ideen. Auch wenn die winterlichen Straßenverhältnisse anderes erwarten ließen, konnte sich die kurzweilige Veranstaltung über 130 Besucher freuen.
Motto des Abends war „Mit Herz und Schwung“, wie CSU-Ortsvorsitzender Marco Trebuth deutlich machte. Er freute sich über die zahlreich erschienenen Interessierten und begrüßte besonders CSU-Landratskandidat Franz Rasp und den nicht mehr antretenden Stadtrat Florian Halter, der eigens zur Unterstützung seiner Reichenhaller CSU gekommen war. Als Moderatorin des Abends übernahm Sandra Meier. Sie bat alle Kandidaten zur Stadtratswahl einzeln auf die Bühne. Diesen entlockte sie in kurzen Interviews mit charmanter Fragestellung das ein oder anderen Geheimnis. So hatten die Besucher der Veranstaltung Gelegenheit, die Persönlichkeit hinter dem Namen kennen zu lernen, was zugleich Stoff für anschließende persönliche Gespräche bot. Klar wurde dabei eines: Es handelt sich um ein starkes Team von 24 Frauen und Männern, das Erfahrung aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen vereint. Der Zusammenhalt untereinander und der Wille, gemeinsam die Stadt zu gestalten, war spürbar und trug maßgeblich zu der positiven Stimmung des Abends bei.
Als Spitzenkandidat war Dr. Christoph Lung als letztes an der Reihe, der als Amtsinhaber als Kandidat für die Wahl zum Oberbürgermeister antritt. Auf die Frage, ob alles so gewesen sei, wie er es sich vorgestellt habe, antwortete er differenziert: Nein, weil zahlreiche Krisen von Corona über Ukraine-Krieg bis Inflation bei ihm vor der Wahl nicht auf dem Zettel gewesen seien. Und ja, da es trotz dieser widrigen Umstände relativ schnell gelungen sei, beachtliche Erfolge zu erzielen und zentrale Zusagen einzulösen. Aus diesem Grunde habe sich auch die zu Beginn der Periode noch präsente Frage rasch erledigt, ob er für das Amt noch zu jung sei. Fakt ist: Christoph Lung kann bei dieser Wahl mit 36 Jahren als junger und zugleich erfahrener Kandidat an den Start gehen und dem Wähler seinen Einsatz und sein Engagement anbieten.
Befragt zu den Erfolgen nannte Lung vor allem drei Themenbereiche: Beim Wohnungsbau habe man geliefert. Dies beweist die WBG in der Auenstraße, dies zeigen aber auch etliche private Projekte. Zum zweiten ist die Kinderbetreuung massiv ausgebaut worden, u.a. sind in seiner Amtszeit zwei zusätzliche Gruppen im Leitererweg und eine im Naturkindergarten Marzoll geschaffen worden, der Neubau an der Zenostraße werde demnächst endlich fertig. Die Offene Ganztagesschule in städtischer Trägerschaft ist ein Erfolgsmodell und nimmt schon heute den bald kommenden Rechtsanspruch vorweg. Zudem konnte das Schulhaus an der Heilingbrunnerstraße wunderbar saniert und erweitert werden. Drittens hat der Bereich der Kommunalen Daseinsvorsorge massiv an Bedeutung gewonnen: Neben der Investition in erneuerbare Energien freut sich Lung über die Aktivität der Stadtwerke im Freibad Marzoll. Dort wird derzeit massiv in neue Becken investiert und damit der Bestand des Bades auf Jahrzehnte langfristig gesichert. Auch den Freistaat Bayern habe man für Investitionen in der Stadt gewinnen können, wie vor allem die laufende Sanierung des Kurgartencafés zeigt.
„Mit Herz und Schwung“ als Wahlmotto bedeutet, sich nicht auf Erfolgen auszuruhen. Die CSU will mit ihren Stadtratskandidaten neue Akzente setzen und hat genügend Ideen anzubieten: Insbesondere die Förderung der heimischen Wirtschaft, die Belebung der Innenstadt und weitere Investitionen in Kindergärten, Schulen und ÖPNV hob Lung als Ziele hervor. Daneben gilt es, die Konzentration auch auf die Projekte zu richten, die sich als langwieriger erweisen als gedacht: Die Zukunft des Axelmannstein, der Hofwirt und auch das Deutsche Haus würden auch weiterhin Energie erfordern, um hier endlich zu greifbaren Ergebnissen zu gelangen. Auch wenn es einen langen Atem braucht: Lung zeigte sich überzeugt, dass eine positive Entwicklung der Stadt hier sowohl Gestaltungsbereitschaft der Stadt als auch Handlungswillen der Investoren braucht.
Die Reichenhaller CSU bekennt sich zum Neubau des Klinikums in der Riedlstraße und will auch weiterhin für eine adäquate ärztliche und pharmazeutische Versorgung einstehen. Den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken, nannte Lung als vielleicht größtes Ziel: Dazu gehören der Erhalt und die Weiterentwicklung des kulturellen Lebens, die Unterstützung für örtliche Vereine auch in Zeiten knapper Kassen sowie verstärkte Bemühungen im Bereich der Barrierefreiheit und in dem Bestreben, Treffpunkte zu schaffen.
Landratskandidat Franz Rasp stellte sich und seine Ziele vor und präsentierte sich dabei als erfahrener und souveräner Macher mit Erfahrung aus 18 Jahren Bürgermeister in Berchtesgaden: Ihm gehe es darum, dass im Landratsamt künftig konsequente politische Entscheidungen getroffen werden und eine klare Linie erkennbar sei. In Bezug auf die Große Kreisstadt stellte sich Franz Rasp eindeutig hinter das Vorhaben der KSOB, das Klinikum Bad Reichenhall am Bestandsgrundstück neu zu bauen. Das sei angesichts der bundespolitischen Rahmenbedingungen das Ziel, das realistisch erreichbar sei und für die Gesundheitsversorgung vor Ort auch erreicht werden müsse.
In seinem Schlusswort war es wiederum an Dr. Christoph Lung, auf die Bedeutung der Wahl am 8. März hinzuweisen. „Politik beginnt vor Ort. Hier wird über Lösungen für Bad Reichenhall und das Berchtesgadener Land entschieden. Deswegen ist die breite Beteiligung an der Wahl wichtig.“ In diesem Sinne rief er zur Wahl von Franz Rasp als Landrat auf und warb für eine starke CSU im Stadtrat, damit etwas vorangebracht werden kann. Zuletzt warb Dr. Christoph Lung auch ganz persönlich um die Unterstützung der Wähler und lud alle Anwesenden ein, die Kandidaten im persönlichen Gespräch kennen zu lernen.
Dieser Einladung folgten zahlreiche Anwesende und so klang der Abend mit zahlreichen guten Gesprächen, dem ein oder anderen Getränk und angenehmer Hintergrundmusik von Andreas Greinhofer aus. Die positiven Rückmeldungen zahlreicher Besucher zeigen: Die CSU geht mit Herz und Schwung in die nächsten Wochen der Kommunalwahl.




