Die Reihe der Stadtspaziergänge von Dr. Christoph Lung fand in Karlstein ihren gelungenen Abschluss: Dort fanden sich neben Stadtrats- und Kreistagskandidaten der CSU einige Bürger ein, um über aktuelle Themen des Ortsteils zu sprechen und sich über künftige Entwicklungen zu informieren.
An der Feuerwache Karlstein erinnerte Dr. Christoph Lung daran, dass die CSU den Neubau des Feuerwehrhauses in Karlstein stets befürwortet hatte. Allerdings war dies nicht einhellige Position im Stadtrat, wo es hierzu durchaus Differenzen gab. Nach dem Feuerwehrbedarfsplan sei das glücklicherweise überhaupt keine Diskussion mehr und es ist gut, dass Karlstein weiterhin eine schöne eigene Feuerwache hat. Zwischenzeitlich steht auch die dritte Halle, die bislang vom Landratsamt genutzt war, der Feuerwehr für eigene Zwecke zur Verfügung. Erfreut zeigte sich Dr. Christoph Lung, dass die Unsicherheit um die Zukunft des Moserwirts beendet sei: Dort sind vier Wohnungen und ein öffentliches Café genehmigt worden. Die ersten Bauarbeiten sind augenscheinlich bereits begonnen.
Am Seebach angekommen ging Dr. Christoph Lung auf die in Karlstein virulenteHochwasserthematik ein. Mit dem Geschieberückhaltebecken an der Reischlklamm und dem unterirdischen Ableitungskanal Richtung Kraftwerk haben Stadt und Wasserwirtschaftsamt ganz wesentliche Verbesserungen für die Pflegerpointsiedlung erreicht. Dies nimmt im Falle eines Falles auch Druck vom Ortsgebiet von Karlstein. Für die noch ausstehenden Hochwasserschutzmaßnahmen im Nonner Unterland, im Poschengrund und im Ortsgebiet von Karlstein erklärte Lung, wie die Zuständigkeiten auf WWA und Stadt verteilt sind. Die Voruntersuchungen zu den Maßnahmen sind zwischenzeitlich abgeschlossen, demnächst sei mit der Einleitung des Genehmigungsverfahrens beim Landratsamt zu rechnen. Baubeginn werde aber nicht vor 2027 sein. Bis dahin wird es auch nochmals eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung geben.
Ausführlich ging Dr. Christoph Lung auf das Areal mit Grundschule, Sporthalle, Kindergarten und Kinderkrippe an der Schmalschlägerstraße ein: Die CSU steht zu den beiden ländlichen Schulstandorten in Karlstein und Marzoll. Deswegen wird die Stadt die Schulhäuser auch erhalten und weiterentwickeln. In der Finanzplanung der Stadt sei vorgesehen, dass das Areal in Karlstein ab 2029 planerisch untersucht werden soll, wie die Nutzungen künftig am besten gestaltet werden können. Dabei wird man eine zukunftsfähige Lösung für die Offene Ganztagesschule finden müssen, aber vordringlich auch für Kindergarten und Kinderkrippe. Wichtig war Dr. Christoph Lung, die Ortsvereine zu erwähnen, die auch weiterhin ihre eigenen Stüberl als Treffpunkte benötigen und behalten sollen. Ein reges Vereinsleben ist gut für den Ort und für die Stadt, denn es stärkt den Zusammenhalt und die Gemeinschaft.
An der Staatsstraße 2101 sprachen die Anwesenden über die Themen Ortsdurchfahrt, Tonnagebeschränkung und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Dr. Christoph Lung sprach hier den Spagat an, den es zu leisten gilt: Einerseits ist die Straßenfunktion auch in ihrer Einstufung als Staatsstraße zu gewährleisten und zu erhalten, andererseits braucht es einen hinreichenden Schutz für die Anwohner. Um künftig zu einer rechtssicheren verkehrsrechtlichen Anordnung zu kommen, wird es eine Verkehrszählung geben müssen, die nachweist, dass eine Tonnagebeschränkung das einzig verbleibende Mittel ist. Diese kann unter realistischen Bedingungen erst erfolgen, wenn der Weinkaser wieder offen ist.
Erfreuliche Entwicklungen gibt es im Themenbereich des Öffentlichen Nahverkehrs: Dort wird eine seit Jahren in Karlstein gewünschte Neuerung erfolgen, um Bevölkerung und touristische Betriebe besser anzubinden. Ab 16.03. geht landkreisweit ein Rufbus-Verkehr an den Start, der im Stadtgebiet von Bad Reichenhall die örtlichen und zeitlichen Lücken des Stadtbusnetzes füllen und gewissermaßen als Zubringerlinie fungieren wird. Dies verdeutlichte Lung an einer Skizze mit dem geplanten Haltestellennetz, denn: Das bedeutet, dass einige Rufbus-Haltestellen in Karlstein kommen werden, genauso im Nonner Oberland und im Nonner Unterland. Die preisliche Struktur lässt sich anhand des im südlichen Landkreis bereits praktizierten Systems gut nachvollziehen und ist insgesamt erschwinglich.
Den Abschluss des Spaziergangs nahm die Runde an der Flatscherwiese zwischen Thumseestraße und Reifenstuelstraße vor: Mit Hilfe eines Partners sollen dort Wohngebäude als Beitrag zum bezahlbaren Wohnen in der Region entstehen. In insgesamt fünf Baukörpern werden dort 92 geförderte Wohnungen für die heimische Bevölkerung entstehen. Das Projekt hatte ein Bauleitplanverfahren durchlaufen und ist bereits genehmigt. „Das wird ein ganz wesentlicher Beitrag zum bezahlbaren Wohnraum. Es braucht wie hier die Schaffung von konkretem Baurecht, damit Familien künftig leichter Platz finden“, so Dr. Christoph Lung.
Zugleich waren sich die Anwesenden einig darin, dass auch gewerbliche Entwicklungen an geeigneter Stelle ermöglicht werden müssen. Denn die beiden Themenkomplexe Wohnen und Arbeiten werden auf absehbare Zeit in der gesamten Politik weiterhin eine hohe Priorität haben, so auch kommunalpolitisch. In diesem Zusammenhang sprach sich Dr. Christoph Lung für die Idee eines Handwerkerhofes im Stadtgebiet aus, wo beides zusammenkommt. Die Nachfrage hierfür sei sicherlich da. Und neben zu erwartender Gewerbesteuerzahlungen liege der Vorteil auch in der Verfügbarkeit von Handwerkern für die Bevölkerung.




